Spätstarterin – mein Frühlingsjäckchen

Heute ist der erste Zwischenstand meines Frühlingsjäckchens fällig. Zwischenstand? Ich habe noch nicht richtig angefangen, und das hat mehrere Gründe:

Relativ spät habe ich von dem KAL auf der MeMadeMittwoch-Seite gelesen. Mache ich noch mit? Ja, klar. Eine Frühlings- oder Sommerjacke fehlt eigentlich noch in meinem Kleiderschrank. Auch die Richtung des Musters stand schnell fest: ich möchte eine Lace-Jacke. Das passt zu Frühling und Sommer, und schließlich habe ich schon eine Zopfjacke, eine Jacquard-Jacke und eine Jacke mit Farbverlaufsgarn. Eine kurze Suche bei Ravelry brachte mich ziemlich schnell zu dem Muster Surry Hills, da es ziemlich genau meinen Vorstellungen entspricht.

Dann habe ich überlegt, ob ich mit dem Wolle-Kauf bis zur Creativa warte. Und das war genau die richtige Entscheidung. Auf der Creativa habe ich am Freitag dieses Baumwoll-Bändchengarn gefunden. Zu einem absoluten Schnäppchenpreis. Ganz schnell habe ich meine Tasche aufgehalten, damit die Knäuel hineinspringen konnten.

Schachenmayr Belisia - Baumwollbändchengarn
Schachenmayr Belisia – Baumwollbändchengarn

Gestern Abend habe ich die Maschenprobe gestrickt, und jetzt nur noch schnell ausrechnen, und los geht es!

Maschenprobe
Maschenprobe

Aber jetzt noch zu den Fragen aus dem MMM-Blog:

Woher habe ich meine Strickideen?

Meine Strickideen – das änderte sich mit der Zeit, schließlich stricke ich schon seit über vier Jahrzehnten. In meiner Jugend suchte ich in den Heften oder Handarbeitsbüchern meiner Mutter oder leistete mir ein- oder zweimal im Jahr ein eigenes Heft. Drei Jahre (2013 – 2016) habe ich in einem großen örtlichen Handarbeitsgeschäft gearbeitet und habe in der Zeit viel aus den Heften von Lana Grossa, Schachenmayr und Lang Yarns gestrickt. Seit einigen Jahren, mit Aufkommen des Internets (ich habe das Glück, das meine Familie technisch immer ziemlich vorne mit dabei ist) suche ich natürlich auch dort nach Inspiration, und habe auch englische Anleitungen für mich entdeckt. Seit 2011 bin ich auf Ravelry unterwegs. Von dort ist auch die Anleitung, nach der ich die Frühlingsjacke stricken werde.

Tücher, Schals, Socken, Handstulpen: da habe ich oft eigene Ideen und setze sie entsprechend um.

Mache ich Anpassungen?

Ja, immer. Wer hat schon den perfekten Körper? Gekaufte Ärmel hängen mir, egal ob Jacke oder langärmeliges T-Shirt, immer bis zu den Fingerknöcheln. Und da ist es klar, dass ich da ein bisschen abkürze. Ansonsten ändere ich oft Anleitungen so ab, dass ich zumindest Vorder- und Rückenteile in einem Stück stricke. Und meistens stricke ich auch die Ärmel mit an. Das Muster passt dann besser an der Seitennaht, so perfekt bekomme ich das nie zusammengenäht, und auch das Zusammen- und Annähen der Ärmel spare ich mir.

Selten nehme ich die Originalwolle aus der Anleitung. Ich muss gestehen: ich bin ein Fan von Maschenproben. Schnell wird dann das Strickstück umgerechnet, und der Pulli oder die Jacke passen perfekt!

Alle Änderungen und Anpassungen halte ich in meinem Projekten auf Ravelry fest, damit ich es später nachvollziehen kann. Oder auch andere sehen, was ich geändert habe.

13 Gedanken zu „Spätstarterin – mein Frühlingsjäckchen“

  1. Hallo, schön, dass du noch auf den Zug aufspringst! Was du erzählst klingt nach viel Strickerfahrung und da wirst du schnell hinterher kommen. Und wenn nicht, wäre es ja auch nicht schlimm.
    Ich habe diesmal auch Vorder- und Rückenteil in einem Stück gestrickt, dass mache ich sonst eher nicht. Der Vorteil ist natürlich, dass das Muster nicht unterbrochen wird und man sich zwei Nähte spart. Beschwerlich finde ich, und das im wahrsten Sinn des Wortes, dass das Strickstück schwerer und unhandlicher wird. Bei dünner Wolle ist das kein Problem, bei dicker echt anstrengend.
    Außerdem finde ich, wir haben alle perfekte Körper 😉
    Viele Grüße von
    Luise

  2. Vielen Dank für eure Kommentare!

    Gestern habe ich noch das Bündchen angeschlagen und bis zum ersten Knopfloch gestrickt – und mich dann geärgert, dass ich vergessen habe, Knöpfe zu kaufen. Auf der Creativa wäre die Auswahl natürlich riesig gewesen, mal schauen, wir ich hier bei den örtlichen Händlern zurecht komme.

    Und ein blauer Faden liegt jetzt in meinem Portemonnaie. Vielleicht finde ich ja zufällig den passenden Rock- oder Kleiderstoff. Ich freue mich schon auf den Sommer!

  3. Da werde ich ganz gespannt mitlesen und wünsche dir viel Glück – ich bin mit surry Hills leider gar nicht klargekommen und verstricke die Wolle gerade zum zweiten Mal in einem anderen Muster :-(.
    Deine Wolle und sie Farbe passen aber super zu der Jacke, ich drücke die Daumen.. LG, C.

    1. Ich finde die Anleitung auch nicht ganz einfach. Vielleicht können wir uns austauschen? Ich knobel gerade an der Stelle, wo Ärmel und Rücken- und Vorderteil zusammengefügt werden (auch wenn ich noch lange nicht dort bin, verstehe ich gerne vorher, was ich stricke).

  4. Ah jetzt sehe ich, dass du dich auch für Surry Hills entschieden hast 🙂 deine Maschenprobe schaut toll aus! Ich hab vorhin noch mal ein ganzes Stücken aufgetrennt, da irgendwas bei meinen Blumen schief gegangen ist.
    Liebe Grüße,
    Beccy

  5. Tolles Garn, die Maschenprobe schaut schon mal sehr gut aus! 🙂 Am Freitag war ich auch auf der Creativa und hatte die Hände auch schon in dem Korb mit der Wolle, aber in einer anderen Farbe. Leider hatte ich keine Idee, was ich daraus stricken sollte, so ist sie da geblieben. 😀
    Ich bin auf dein Ergebnis gespannt!

    Grüße,
    Daphne

    1. Zuerst wollte ich sie auch nicht mitnehmen – gleich an einem der ersten Stände so viel Wolle kaufen. Dann war ich aber sehr froh, mich so entschieden zu haben, am Abend war nicht mehr genug von der Farbe da.

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