Vermessen …

… bin ich von Kopf bis Fuß. Und dies ist der Hintergrund:

Bücher von Hofenbitzer
Bücher von Hofenbitzer

Diese beiden Bücher haben meine Tochter und ich uns vor ein paar Wochen gekauft. Sie sind sehr professionell und ich habe angefangen, darin ein bisschen zu lesen.

Wir haben beide sehr unterschiedliche Figuren, und beide mehr oder weniger Probleme mit der Passform bei gekauften, eng anliegenden Kleidungsstücken. War ich – nach Worten von Guido Maria Kretschmer – früher eher ein sympathisches Brett (auch H-Form genannt), tendiere ich in den letzten Jahren eindeutig zum Kugelfisch (O-Form) – versuche aber, dies in den letzten Monaten durch Ernährungsumstellung rückgängig zu machen. Meine Tochter dagegen ist ein Sanduhrentyp mit einer ausgesprochen schmalen Taille.

Da wir gerne ein paar Kleidungsstücke für uns nähen möchten, überlegen wir nun, ob wir vielleicht grundsätzlich gekaufte Schnitte unseren Figuren anpassen sollen. Oder lieber einen Schnitt entwickeln, der uns gut passt, und den wir dann aktuellen Trends anpassen.

Wofür wir uns nun entscheiden, der erste Schritt ist eine gute Vermessung. So haben wir zu dritt eine kleine Mädels-Party veranstaltet. Die Anzahl an Personen empfiehlt sich schon, da die zu Vermessende still halten muss und der Anfang und das Ende des Maßbandes genau angelegt wird. Nun gibt es von mir (und den beiden anderen natürlich auch) rund 20 Maße des gesamten Körpers.

Ich habe meine Maße mit gängigen Firmen verglichen. Und bin aus dem Staunen nicht herausgekommen. Bei der im Band 1 angegebenen Maßtabelle (Größentabelle der deutschen Damen-Konfektionsgrößen basierend auf den Reihenmessungen von 1995) trage ich Konfektionsgröße 42 an der Brust und Hüfte und Größe 46/48 an der Taille. Kein Wunder, dass ich immer zu weit geschnittenen Oberteilen greife.

Ich habe dann mal im Internet bei verschiedenen Firmen recherchiert. Teilweise findet man bei Versandhändlern nicht nur Größenangaben, sondern genaue Maßtabellen. Und jeder schneidet anders. Natürlich kenne ich das. Man hat irgendwann seine perfekte Jeans gefunden, und greift dann immer wieder zu dieser Marke. Und bei verschiedenen Firmen trägt man auch unterschiedliche Größen. Aber so bewusst, dass das Image eines Herstellers sich auf die Größe niederschlägt, ist mir das noch nie geworden. Es gibt auch eine Firma, bei der ich von Kopf bis Fuß einschließlich Taille in die 42er Größe passe, was ich natürlich sehr schmeichelnd finde.

Da fällt mir ein: den Kopfumfang haben wir wohl vergessen, der stand nicht auf unserem Zettel …

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