Finale …

… der Herzen beim MeMadeMittwoch – und mein Frühlingsjäckchen ist fertig!

Vielen Dank für die lieben Kommentare zu meinen letzten Beiträgen über dieses Jackenprojekt. Und ja, ich habe es geschafft: pünktlich zum Finale der Herzen ist mein Jäckchen fertig geworden. Mittwoch habe ich die letzten Fäden vernäht, und Freitag war Fototermin.

Knöpfe angenäht und Hörbuch gehört
Knöpfe angenäht und Hörbuch gehört

Ein Rückblick:

Etwas später als die meisten von euch bin ich auf den MeMadeMittwoch-KAL „Frühlingsjäckchen“ aufmerksam geworden und habe dann auf der Creativa in Dortmund im März diese Springwolle gekauft:

Belisia von Schachenmayr
Belisia von Schachenmayr

Das dünne Baumwollbändchen hat eine Lauflänge von 160 m auf 50 g. Nach mehreren Versuchen habe ich mich für Nadelstärke 4,5 mm entschieden.

Das Muster, nachdem ich stricke, heißt Surry Hills und ist kostenfrei bei Ravelry in englischer Sprache erhältlich.

Maschenprobe
Maschenprobe

Im letzten Jahr habe ich bereits Socken mit dem gleichen Muster gestrickt. Nicht geplant, aber glücklicherweise passen die Farben von der Sockenwolle auch zu meiner Jacke.

Socken vom letzten Jahr im gleichen Muster
Socken vom letzten Jahr im gleichen Muster

Die Jacke wird in einem Stück gestrickt. Begonnen habe ich mit Vorder- und Rückenteilen auf einer Nadel. Unter den Ärmeln wird ein Keil eingestrickt, so dass regelmäßig bis zum Armausschnitt zugenommen wird.

Die Knopflöcher habe ich in einer Reihe nach diesem Video gestrickt.

Die Ärmel werden in der Runde gearbeitet. Ich habe beide gleichzeitig auf zwei Rundnadeln gestrickt. Das mache ich öfter so, egal ob bei Socken, Stulpen oder auch angestrickten Ärmeln „von oben“. Auch hier wird ein Keil, genauso breit wie beim Vorder- und Rückenteil, zugenommen. Später habe ich die Naht unter dem Arm mit Maschenstich geschlossen.

unter dem Arm - Naht im Maschenstich geschlossen
unter dem Arm – Naht im Maschenstich geschlossen

Da meine Maschenprobe natürlich nicht mit den Angaben in der Anleitung übereinstimmt, habe ich, nach einem Überschlag, entschieden, die Maschenzahl von Größe XL zu stricken, damit ich möglichst wenig rechnen muss. Ich trage normalerweise Größe 42 oder M. Außerdem möchte ich die Jacke länger stricken. Für Größe M sind 44 cm, für Größe XL 45 cm angegeben. Das finde ich für mich doch sehr kurz. Ich werde auch einen langen Ärmel stricken.

Bis zu dem Punkt, an dem Vorder- und Rückenteil und die Ärmel zusammengefügt werden, war alles sehr einfach. Ich habe Vorder- und Rückenteil und auch die Ärmel zwei Muster länger gestrickt. Bei den Ärmeln habe ich allerdings nur die Maschenzahl für Größe L aufgenommen. Nun habe ich einen Faden durch die Maschen gezogen, um, sollte ich ribbeln müssen, die Maschen zu sichern. Bei Lace-Mustern sollte man sonst lieber zurückstricken. Maschen aufnehmen nach dem Ribbeln ist nicht ganz so einfach.

Der Ärmel scheint eine Armkugel zu haben. Leider ist dies nicht so schnell ersichtlich, da kein Schnitt bei dem Muster dabei ist. Ich habe mich zum Teil an die vorgegebenen Abnahmen gehalten, zum Teil gerechnet und auch die eine oder andere Masche auf gut Glück abgenommen. Ganz klar war mir auch nicht, wie lang das Stück vom Armausschnitt bis zu den Schultern sein soll und bin daher von meinen Maßen ausgegangen. Was soll ich sagen, am Ende passte es ganz gut zusammen.

Die Maschen vom Halsausschnitt habe ich nicht abgekettet, sondern stillgelegt und hinterher weitergestrickt.

hinterer Halsausschnitt
hinterer Halsausschnitt

Nachdem ich die Fäden vernäht und die Knöpfe angenäht habe, wurde die Jacke gebadet. Dabei habe ich ein „blaues Wunder“ erlebt. Dies ist bereits die zweite Spülung.

blaues Badewasser
blaues Badewasser

Hier kommen jetzt die Fotos vom Shooting. Zum Glück schien die Sonne:

Mein Traum war, meine weiße Jeans zu der Jacke zu tragen. Und da ich dieses Jahr schon 5 kg abgenommen habe, bekam ich die Hose wirklich über die Hüften gezogen und auch zugeknöpft.

Besser sehe ich aber in einer passenden Jeans aus.

Hier noch eine Detailaufnahme:

Schulter
Schulter

Fazit:

Das Lacemuster ist nicht zu schwierig und nach einigen Mustern gut zu stricken. Solange man mit den spärlich angegebenen Maßen in der Anleitung zurechtkommt, keine Änderungen vornehmen möchte und auch die Maschenprobe passt, kann man gut den einzelnen Schritten der Designerin folgen. Mit persönlich fehlt auf jeden Fall der gezeichnete und vermasste Schnitt. Und ich möchte auch immer am Anfang verstehen, was ich machen werde, und dann mitdenken, um umdenken zu können. Dies war nicht ganz so einfach. Die Anleitung ist nicht für Anfänger geeignet. Aber mit meinem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.

In der Anleitung waren 400 g Wolle für Größe M, 500 g für Größe XL angegeben (natürlich eine ganz andere Lauflänge als mein Garn). Auf meinen Banderolen stand: Größe 40 kurzärmeliger Pullover 450 g. Also habe ich vorsichtshalber mal 600 g gekauft. Nichts ist schlimmer, als bei einem Projekt nicht mit der Wolle auszukommen und nichts nachkaufen zu können. Sollte ich ein oder zwei Knäuel übrighaben, könnte ich ja noch einen Sommerloop stricken. So mein Gedankengang. Und wieviel habe ich gebraucht? Nur die Hälfte – 300 g – sind in dieser Jacke verstrickt.

Und jetzt habe ich noch ein Luxusproblem: Was stricke ich aus der anderen Hälfte des Garns?

Noch verlinkt mit Maschenfein – Auf den Nadeln im Mai und HäkelLine – Gehäkeltes und Gestricktes.

3 Gedanken zu „Finale …“

  1. Eine wunderschöne Jacke hast du da noch rechtzeitig für die wärmeren Temperaturen fertig bekommen. Die Anleitung hast du sehr gut für dich umgesetzt, ich erinnere mich, dass ich sie auch schon mal gelesen habe und dann wieder weggelegt.
    Liebe Grüße
    Sylvia

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