Tücherformen

Ich liebe Tücher. Kleine, große, dreieckige, asymmetrische, dicke, dünne …

Tuch aus Lei Color Mix mit Bommeln
Tuch aus Lei Color Mix mit Bommeln

Mein Grundsatz beim Stricken von Tüchern: fange an einer Ecke / an einem Zipfel an, nehme zu und stricke möglichst, bis deine Wolle zu Ende ist. Fängt man dagegen an einer langen Seite an und nimmt ab, sind keine Variationen mehr hinsichtlich der Größe möglich. Da besteht das Risiko, dass man entweder eine größere Menge an Garn über hat, oder aber einem für den letzten Zipfel etwas fehlt. Beides finde ich immer sehr ärgerlich. Von der Tatsache, dass man ein Tuch später als zu klein oder groß empfindet, aber daran nichts mehr ändern kann, mal ganz abgesehen.

Auch bei „nur“ kraus rechts Gestricktem entstehen wunderschöne Tücher. Wichtig ist hier die Wahl der Wolle. Ich zeige euch jeweils zum Tuch noch ein Bild der Wolle, damit ihr seht, wie Musterungen später im Tuch wirken können.

Hier ein paar grundsätzliche Erläuterungen:

Man kann ein Tuch an der Spitze anfangen. Wenn man dann gleichmäßig an den Seiten zunimmt, entsteht ein regelmäßiges Dreieck. Die Reihen sind gerade (wichtig für die Musterung der Wolle). Hierzu die einfachste Anleitung:

Drei Maschen anschlagen. In jeder Reihe am Anfang eine Masche zunehmen. Das ist einfacher, als in jeder zweiten Reihe am Anfang und am Ende eine Masche zuzunehmen. Du brauchst nicht mitzählen, und vergisst daher keine Zunahme.

Dreieckstuch aus dicker Wolle, gestrickt mit Nadelstärke 12 mm
Dreieckstuch aus dicker Wolle, gestrickt mit Nadelstärke 12 mm

So habe ich dieses Tuch gestrickt. Die obere Kante hat zusätzlich einen Häkelrand, an dem die Bommel angebracht sind. Das Tuch ist aus Lei Color Mix von Lana Grossa, einem dicken Wollgarn, und Nadelstärke 12 mm gestrickt.

Lana Grossa Ragazza Lei Color Mix
Lana Grossa Ragazza Lei Color Mix

Wenn man ein Tuch oben in der Mitte anfängt (das nennt man auch hintere Mitte) wird dieses Tuch „top down“ gestrickt. Um ein regelmäßiges Dreieck zu erhalten, nimmst du an jeder Außenkante und links und rechts von der Mittelmasche zu (also 4 Maschen in jeder 2. Reihe). Die Reihen verlaufen dann wie ein V. So wirkt die gleiche Wolle wieder ganz anders.

Azzu's Shawl
Azzu’s Shawl

Dieses Tuch habe ich nach einer kostenfreien Anleitung auf Ravelry gestrickt. Ihr seht, dass die Musterung anders verläuft als bei dem ersten Tuch. Allerdings sind hier noch mehr Maschen zugenommen als die 4 Maschen in jeder Reihe, so dass das Tuch schmaler ist. Gestrickt ist das Tuch aus einem dünnen Baumwollgarn (Araucania Lonco Multi).

Araucania Lonco Multi
Araucania Lonco Multi

Dann gibt es quergestrickte Tücher. Also von einem Zipfel über den Rücken hinweg bis zu dem anderen Zipfel. Möchtest du hier ein regelmäßiges Dreieck stricken, nimmst du an einer Seite zu, bis die Hälfte der Wolle verbraucht ist, und dann an der gleichen Seite ab. Um die Hälfte der Wolle zu bestimmen, benutzt du am besten eine Küchenwaage. Achtung! Wolle auch vor Beginn wiegen, da bei allen Knäuel leichte Gewichtsdifferenzen durch unterschiedlichen Feuchtigkeitsgehalt bestehen. Bei dieser Form werden die Reihen nicht ganz so lang.

Anfang Pimpelliese
Anfang Pimpelliese

Ein schönes Beispiel mit einem kleinen Zierrand ist die Pimpelliese.

Pimpelliese
Pimpelliese

Meine Pimpelliese ist aus Sockenwolle entstanden, die ich mit Ostereierfarben selbst gefärbt hat.

selbstgefärbte Wolle mit Ostereierfarben in 4fädigem Sockenwollgarn
selbstgefärbte Wolle mit Ostereierfarben 4fädiges Sockenwollgarn

Das Lollipop-Tuch von Frankie Brown ist auch quergestrickt mit einem geraden Mittelstück. Die Zunahmen sind durch verkürzte Reihen gestrickt.

Dies Tuch habe ich aus einem Sockengarn mit langem Farbverlauf gestrickt (Lang Yarns Jawoll Magic). Ich habe
150 g gebraucht, das Tuch misst an der längeren Seite
200 cm.

Lang Yarns Jawoll Magic
Lang Yarns Jawoll Magic

Leider habe ich bei beiden Tüchern kein Foto vom ganzen Tuch gemacht, bevor ich sie verschenkt habe. Aber man sieht, dass die Wolle quer mustert.

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