Mein Winter-Kuschelkleid

 

Wie ihr wisst, bin ich ja mit meinen Gedanken zum Schnitt beim MeMadeMittwoch Weihnachtskleid-Sew-Along gestartet.

Jetzt habe ich mich entschieden und sogar bereits Stoff!

Mein neuer Stoff fällt schön und ist dabei herrlich kuschelig.
Mein neuer Stoff fällt schön und ist dabei herrlich kuschelig.

Und ich habe auch schon zugeschnitten!

Mein Weihnachts-Kleid nähe ich nach dem Burda-Schnitt 116 aus der Burda 8.2015 mit kleinen und größeren Änderungen. Hier noch einmal die elegante Variante:

Sweaterkleid aus der Burda 08.2015 #116A Quelle: Burda
Sweaterkleid aus der Burda 08.2015 #116A Quelle: Burda

Eingekauft habe ich den Jersey dafür auf dem holländischen Stoffmarkt in Bochum.

holländischer Stoffmarkt in Bochum
holländischer Stoffmarkt in Bochum

Zum Einkauf hatte ich einen Rest Wolle dabei, denn ich möchte (neben meinen vielen bunten Tüchern) unbedingt mein neues großes Tuch dazu tragen, dass ich für meinen Mystery-KAL gestrickt habe, und suchte einen passenden Grauton, der nicht zu dunkel ist.

Das Garn, zu dem der Stoff passen soll, ist meliert.
Das Garn, zu dem der Stoff passen soll, ist meliert.

Und wieder musste ich feststellen, dass Grautöne sich sehr oft nicht miteinander vertragen. Nach langer Suche habe ich mich dann für dieses helle Grau entschieden.

Tuch trifft Stoff - ich glaube, es passt farblich.
Tuch trifft Stoff – ich glaube, es passt farblich.

Der Stoff ist namenlos, ich weiß auch nicht, woraus er besteht. Aber er fühlt sich gut an! Die Oberfläche ist irgendwie gecrasht. Ich habe ihn gewaschen und aufgehängt. Und nicht gebügelt.

Den Schnitt hatte ich schon vorher kopiert. Bei den Burda-Schnitten aus den Heften braucht man immer viel Aufmerksamkeit und Konzentration, da mehrere Schnitte auf einem Blatt in unterschiedlichen Farben dargestellt werden. Das Oberteil ist auch Vorlage für mehrere Shirts. Ich habe den längst möglichen Schnitt genommen, damit ich das Oberteil bis zur Hüfte verlängern kann.

erst malen - dann zuschneiden
Erst malen – dann zuschneiden. Hier seht ihr die Verlängerung des Vorderteils deutlich.

Im Stoffbruch zuschneiden kann ich nicht gut. Und schon gar nicht bei diesem Stoff, der sich alle Mühe gibt, sich zu verziehen. Ich habe ohne Nahtzugaben aufgemalt, und schneide einfach freihändig.

Leider musste ich dann feststellen, dass ich vergessen hatte, die Ärmelvorlage einmal zu drehen. So habe ich einen Ärmel doppelt. Gut, dass ich immer dazu neige, etwas mehr Stoff zu kaufen. So konnte ich gleich noch einen Ärmel zuschneiden.

Den vorderen und hinteren Ärmel muss ich noch einmal zuschneiden.
Den vorderen und hinteren Ärmel muss ich noch einmal zuschneiden.

Und vielleicht nähe ich mir hinterher ein Sweatshirt – mit grauen Ärmeln und für das Vorder- und Rückenteil nehme ich dann einen anderen Stoff.

Die Vorlage für den Ärmel habe ich erst in der Originalgröße aus Papier zugeschnitten, und für einen schmaleren Verlauf einfach abgeknickt.
Die Vorlage für den Ärmel habe ich erst in der Originalgröße aus Papier zugeschnitten, und für einen schmaleren Verlauf einfach abgeknickt.

Anzumerken bleibt noch, dass ich den Ärmel schmaler geschnitten habe. Ich werde ihn mit einem einfachen Saum beenden. Das passt meines Erachtens besser zu dem Kleid, wie ich es mir vorstelle. Der Original-Ärmel ist ungefähr doppelt so breit und dann mit Gummi oder Bündchenstoff zusammengerafft.

Alle Teile fertig zugeschnitten. Jetzt kann ich mit nähen anfangen!
Alle Teile fertig zugeschnitten. Jetzt kann ich mit nähen anfangen!

Und jetzt stürze ich mich gleich ins nächste Abenteuer – nähen mit der Overlock-Maschine. Das habe ich bisher noch nie gemacht. Meine Tochter besitzt seit einiger Zeit eine Maschine und wird mir zeigen, wie es geht. Da freue ich mich schon sehr drauf.

 

8 Gedanken zu „Mein Winter-Kuschelkleid“

  1. Ich finde die Farben harmonieren sehr gut miteinander – obwohl man Grau oft auch mit trist verbindet, ist es doch vor allem edel und kombinierfreudig. Ich bin sehr gespannt. Etwas skeptisch bin ich bei den Ärmeln (ich mag die geraffte Weite) und so werde ich das hier genau im Blick behalten 🙂

    Nimm Dir ordentlich Reste mit zum Üben an der Overlock und dann klappt das bestimmt! Gutes Gelingen und viel Freude beim Abenteuer Overlock.

  2. Oh, das wird bestimmt ein super schönes und elegantes Kleid. Mit der Overlock, nähe ich nur noch, es geht super schnell, du wirst staunen, wie schnell dein Kleid fertig ist.
    Wenn du Hilfe von deiner Tochter bekommst ist das doch klasse. Wichtig ist erst einmal üben, damit du weißt wie das Messer schneidet und wie du den Stoff gut führen kannst.
    Es wird schon.

    Liebe Grüße moni

  3. Ein schöner Grauton, ich würde ihn als beige oder Sand beschreiben. Aber er scheint gut mit dem Tuch zu harmonieren.

    Schnittmuster im Bruch zuzuschneiden, mag ich auch nicht. Ich bin dazu übergegangen, das SM aufzulegen und mit einem löslichen Stift (Schneiderkreide, Markierstift, whatever…) mir die obere und untere Ecke an der Bruchlinie, plus eventuell einmal in der Mitte, je nach Länge, zu markieren und direkt zuzuschneiden (Rollschneider). Hälfte für Hälftem SM einfach an der Markierung ‚umlegen‘.

    Ich freu mich aufs Ergebnis. Klingt warm, kuschelig und gemütlich!

    Liebe Grüße
    neko

  4. ich bin sehr gespannt auf deine geänderten Ärmel, ich bin auch kein Fan dieser zusammengezogenen Ärmel.
    An der Overlock würde ich erst ein bisschen üben, vielleicht kannst du dein geplantes Shirt vorziehen, und erst danach das Weihnachtskleid nähen. Zu schnell passiert es zu Beginn daß irgendwo ein Loch reingeschnitten ist. Wäre ja ärgerlich !
    LG Ute

  5. Das ist ein ausgesprochen schöner Schnitt! Und auch der Stoff gefällt mir gut. Ich hätte wahrscheinlich auch die weiteren Ärmel genäht, aber schmal sind sie vielleicht praktischer …
    Viel Erfolg mit der Ovi, liebe Grüße von Doro

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