6für17 – Vorratsreduzierung?

Könnt ihr auch an keinem Stoff- oder Wolleladen vorbei gehen, ohne wenigstens hinein zu schauen? Und oft auch mit neuem Material herauszukommen? So wächst mein Vorrat kontinuierlich an …

Meine Stoffe liegen gemeinsam mit denen meiner Tochter in diversen Körbchen im Keller, und sie weiß meistens ganz genau, wo etwas liegt. Da besteht jetzt nur die Gefahr, dass ich etwas vergesse. Aber schön ist auch immer die Überraschung, unerwartet etwas fast Vergessenes herauszusuchen. Da suche ich noch eine Lösung. Vielleicht mache ich Fotos und sammle sie auf meinem Computer.

Meinen Wollvorrat habe ich bei Ravelry eingepflegt, und so habe ich immer einen guten Überblick, da ich meine Knäulchen in verschiedenen Kisten und Kunststoffcontainern über die Wohnung verteilt untergebracht habe. In einer Ravelry-Gruppe haben wir uns zum Jahresanfang 2017 auf ein neues Spiel zum Abbau unseres Wollvorrats geeinigt (denn anscheinend geht es vielen so wie mir). Solche „Vorrats-Vernichtungs-KALs“ werden in vielen Gruppen angeboten, oft als „12für17“. Dies war uns allerdings zu viel. Wir haben ein „6für17“ entwickelt. Und hier sind die Spielregeln:

Jeder, der mitmachen wollte, suchte sich 6 Portionen Wolle aus seinem Vorrat. Portionen deshalb, damit jeder das heraussucht, was er gerne verstricken möchte. Also
z. B. Sockenwolle, Pulloverwolle, Tücherwolle – ganz egal. Diese wurde jeweils einzeln verpackt und mit den Zahlen
1 – 6 beschriftet. Immer am vorletzten oder letzten Tag eines geraden Monats (also Dezember, Februar, April, Juni, August und Oktober) wird eine der Zahlen gezogen, und wir stricken gemeinsam an der Wolle, die sich hinter dieser Zahl verbirgt. Und da wir zwei Monate Zeit dafür haben, dürfte das eigentlich auch in dieser Zeitspanne zu schaffen sein.

Schon beim Einpacken und Fotografieren haben wir festgestellt, dass einige doch ältere Schätzchen wiedergefunden und eingepackt haben. So auch bei mir:

Stellvertreterknäuel "6für17"
Stellvertreterknäuel „6für17“

In diesem Karton seht ihr Stellvertreter-Knäuel, da nicht alles hineinpasste.

Nun habe ich alles einzeln eingetütet und mit den Zahlen von 1-6 versehen:

... Zahlen ... "6für17"
… Zahlen … „6für17“
... eingepackt "6für17"
… eingepackt „6für17“

Und Ende Dezember wurde dann die Nummer 3 gezogen. Das waren für mich die Reste einer Jacquard-Jacke. Rd. 260 g – viel zu schade, um nichts daraus zu machen. Einen Loop im English-Rose-Tweed-Muster habe ich dann daraus gestrickt, beschrieben im Blog-Beitrag vom 2. Februar 2017.

Und nun warte ich gespannt darauf, was denn Ende des Monats gezogen wird. Ich bin schon ein bisschen hibbelig, da ich unbedingt ein neues Projekt anschlagen möchte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.