Happy Birthday, Papa!

– 12von12 im Dezember 2019 –

Happy Birthday, Papa!
Happy Birthday, Papa!

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Heute ist ein ganz besonderer Tag: mein Papa wird 85 Jahre alt. Und was gibt es Schöneres, als hier die Verbindung zwischen Handarbeiten in meiner Familie und meinem Blog an einem solchen Tag zu schildern?

Aber auch dieser Tag beginnt ganz normal, jedenfalls für einen Wochentag im Advent:

Es ist immer Zeit für einen Kaffee am Morgen, heute mit entsprechendem Ambiente, an dem ich die ersten Maschen stricke.
Es ist immer Zeit für einen Kaffee am Morgen, heute mit entsprechendem Ambiente, an dem ich die ersten Maschen stricke.

Zurzeit bin ich noch voll mit der Produktion der Weihnachtsgeschenke beschäftigt, die ich hier natürlich nicht zeigen kann (Familie liest mit, und Papa! Nicht den letzten Blog-Beitrag lesen!). So zeige ich euch mein Nikolaus-Wickel-Wichtel-Knäuel.

Mein Nikolaus-Wickel-Wichtel-Knäuel: das Bündchen der Socke ist fertig, und die ersten "Versorgungspäckchen" sind herausgestrickt.
Mein Nikolaus-Wickel-Wichtel-Knäuel: das Bündchen der Socke ist fertig, und die ersten “Versorgungspäckchen” sind herausgestrickt.

Diese Aktion wurde in der Ravelry-Gruppe “KALs mit Herz” im Rahmen unseres dortigen Adventskalenders gestartet. Ich habe Krönchen-Wolle von Regia bekommen, stricke ab und zu ein paar Maschen und freue mich auf die kleinen Geschenke, die beim Abwickeln herausfallen und natürlich auf meine neuen Socken.

Heute in meinen Adventskalendern: Nähgarn und Nadeln
Heute in meinen Adventskalendern: Nähgarn und Nadeln

Dann darf ich meine Adventskalender-Türchen öffnen. Von meiner besten Freundin habe ich in diesem Jahr unseren “Tausch-Kalender” bekommen – wir füllen ihn immer abwechselnd und die kleinen Papiertütchen werden immer wieder verwendet. Eine schöne Tradition. Aber schon wieder Nähgarn? Was soll mir das sagen?

Auch meine Tochter hat mir, wie in jedem Jahr, einen Adventskalender gefüllt. Sie ist eher praktisch veranlagt, und so habe ich heute diese Nadeln bekommen (nicht, dass ich noch vor Kurzem welche gesucht hätte …).

In den letzten Jahren waren meine Adventskalender von meiner Tochter gerne in Projekttaschen eingepackt. Hier zwei Beispiele:

meine große und meine mittlere Projekttasche
meine große und meine mittlere Projekttasche

Und so seht ihr, ja, meine Tochter näht! Da bin ich ganz stolz darauf!

Mitbringsel vom Weihnachtsmarkt
Mitbringsel vom Weihnachtsmarkt

Ich muss noch meine Mitbringsel vom Weihnachtsmarkt von Bochum auspacken. Unsere Strickgruppe hat diesen Ausflug am Dienstag genutzt, und hat natürlich noch in einem Wollgeschäft vorbeigeschaut. Aus der roten Wolle soll eine Mütze werden, da habe ich schon besondere Ideen.

Mein Blick in die Keksdose ist eher ernüchternd.
Mein Blick in die Keksdose ist eher ernüchternd.

Und schon ist der Vormittag vorbei, und ich habe nicht mehr ganz so viel Zeit, denn gleich werden wir den Geburtstag meines Vaters feiern. Und so kommen wir zu Teil 2 meines heutigen Blog-Beitrages:

Handarbeiten in meiner Familie

Meine Mutter hat immer gestrickt. Für sich, aber hauptsächlich für meinen Bruder und für mich. Im Sommer die Winterpullover und im Winter die Sommerpullover.

Mein Bruder und ich im Partnerlook.
Mein Bruder und ich im Partnerlook.

Gern erinnere ich mich an die Besuche in dem kleinen Handarbeitsgeschäft in unserem Stadtteil, das es schon lange nicht mehr gibt. Die Wolle wurde ausgesucht und zurückgelegt, und immer am Anfang des Monats, wenn es “Geld gegeben hatte” ein paar Knäuel davon abgeholt. Der Laden wurde von zwei alleinstehenden Fräulein geführt …

Meine Mutter gehört zu der “Maschenproben-Fraktion”. Allerdings ist sie auch heute noch der Meinung, dass sie nicht rechnen kann. Und so war dies schon immer die Aufgabe meines Vaters. Zu seiner Arbeitsentlastung hat er mich schon früh an dieses Thema herangeführt. Und so kann ich nicht leugnen: ja, auch ich mache Maschenproben!

Maschenprobe für ... und das wird erst nach Weihnachten verraten.
Maschenprobe für … und das wird erst nach Weihnachten verraten.

Die allerwichtigste Aufgabe meines Vaters in meiner Kindheit war jedoch, dass er alle meine Handarbeiten in meiner Kindheit, zu denen ich keine Lust mehr hatte, fertiggestellt hat. Er kann (ein bisschen) stricken. In seiner Kindheit musste er immer die Zwickel in den Hosen stricken. Er kann nähen (wenn auch ungerne). Und Sachen wie meine Gobelins fertig sticken oder auch den angefangenen Teppich fertig zu knüpfen hat er immer so nebenbei erledigt.

Seine letzte große Aufgabe war eine Patchworkdecke zu quilten. Leider kann ich euch kein Bild davon zeigen … hätte ich mal diesen Beitrag besser geplant …
Vor ungefähr 15 Jahren habe ich für meine Eltern eine Tagesdecke fürs Bett genäht in der Größe 2,50 x 2,50 m. Natürlich war sie viel zu groß, um mit der Maschine gequiltet zu werden. Und irgendwie fand ich die Zeit nicht, dies mit der Hand zu machen. Der Quiltrahmen mit der Decke wanderte zu meinem Vater, und jeden Samstag während der “Sportschau” hat er eifrig daran gestickt.

Wir wollen jetzt nicht über Erziehung reden. Auf jeden Fall bin ich inzwischen eine “WIP-Queen” (works in progress habe ich immer umfangreich), und den Grundsatz meiner Kindheit: immer erst eine Arbeit vollenden, halte ich schon lange nicht mehr ein.

Beim Durchsehen von alten Fotos habe ich dieses Bild entdeckt:

Berit mit sieben Jahren. Ob es meine ersten Handarbeitsversuche waren, weiß ich leider nicht mehr.
Berit mit sieben Jahren. Ob es meine ersten Handarbeitsversuche waren, weiß ich leider nicht mehr.

Aber als ich in diesem Sommer einen Türstopper auf meinen Zeh hab fallen lassen, musste ich unbedingt das Foto bei meinen Eltern nachstellen. Es hat sich nicht viel geändert. Erschreckenderweise ist sogar die Frisur noch gleich.

50 Jahre später ...
…50 Jahre später …

Zum Thema Nähen:

Die Schwester meines Vaters und seine Tante waren Schneiderinnen. Schon in frühester Kindheit und Jugend hat man mir vermittelt, dass man zum Nähen eine Ausbildung braucht. Und so habe ich mich erst mit über 30 Jahren zum ersten Mal an eine Nähmaschine getraut. Und siehe da: mit Büchern und sechs Jahren Nähkurs beim Roten Kreuz hat es auch funktioniert.

Solche Bilder gibt es viele aus meiner Kindheit.
Im Selbstgestrickten: solche Bilder gibt es viele aus meiner Kindheit.

Auch wenn dieser Blogbeitrag nur einen halben Tag an einem 12. schildert, und einige ältere Bilder dabei sind, schicke ich ihn auf der Linkparty 12von12 vorbei.

Zum Abschluss noch eines meiner absoluten Lieblingsfotos:

Papa und ich
Papa und ich

So, und jetzt nichts wie ab zur Geburtstagsfeier … Papa, ich komme!

4 Gedanken zu „Happy Birthday, Papa!“

    1. Du weißt ja nicht, was ich mir alles anhören musste. Das erste Kinderkleidchen für meine kleine Tochter: Bubikragen, Reißverschluss am Rücken, angekrauste Passe. Ich war so stolz! Kommentar: Das taugt nichts, da sind ja keine Taschen drin.
      Ich habe dann einfach nichts mehr gezeigt…
      Liebe Grüße
      Berit
      Ach ja, den Nähkurs mit der gleichen Leiterin gibt es noch, und ich stehe auf der Warteliste …

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